Planet History

Hessen saniert Schloss Rauischholzhausen

Schloss Rauischholzhausen soll ab 2020 für einen wohl zweistelligen Millionenbetrag saniert und anschließend als Tagungsstätte der Unis Gießen, Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen genutzt werden. Eine entsprechende Absichtserklärung haben Hessens Finanzminister, der Wissenschaftsminister und der Präsident der Gießener Universität unterschrieben. Das hessische Finanzministerium schätzt den Investitionsaufwand auf rund 24 Millionen Euro. Aktuell wird das … Hessen saniert Schloss Rauischholzhausen weiterlesen

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19.9.1917 Der „fliegende“ Radfahrer ist tot.

Obergefreiter B. – Der “fliegende” Radfahrer – tot. Gestern Abend gegen halb 10 Uhr erhielt das Gelände in der Nähe unserer Batterie heftiges Streufeuer, das bis zum Morgen anhielt. Leider haben wir dabei wiederum einen unserer alten Kämpen verloren. Obergefreiter B. hatte gerade um diese Zeit Nachtwache am Fernsprech-Apparat. Er lag unmittelbar an dem der […]

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Défis de la numérisation pour la formation et la recherche en Suisse. Un commentaire.

Le Secrétariat d’Etat à la formation, à la recherche et à l’innovation (SEFRI) a publié en juillet 2017 un rapport d’une centaine de pages sur les enjeux de la «numérisation» pour la recherche et l’innovation. Ce rapport est une initiative bienvenue, qui tente de dresser un large bilan des défis posés par les technologies numériques, et d’esquisser des solutions pratiques en terme de politiques publiques.

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Veranstaltung: DH-Kolloquium an der BBAW zum Thema „Graphentechnologien in den digitalen Geisteswissenschaften“

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW möchten wir Sie herzlich zum nächsten Termin am 6. Oktober 2017, 17 Uhr s.t. bis 19 Uhr (Konferenzraum 1), einladen: Dr. Andreas Kuczera (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz) wird über „Graphentechnologien in den digitalen Geisteswissenschaften“ referieren. Dabei wird er anhand verschiedener Beispiele aus den Projekten Regesta […]

Schriftsteller und digitale Medien (Young Information Scientist 2, 2017)

Dirk Weisbrod: Schriftsteller und digitale Medien: Eine Umfrage unter den Mitgliedern des PEN-Zentrums Deutschland Zielsetzung — Literaturarchive werden sich zukünftig verstärkt um die Langzeitarchivierung digitaler Objekte kümmern müssen, die Bestandteile von Schriftstellernachlässen sind. Die Entwicklung digitaler Erhaltungsstrategien sollte deshalb den … Weiterlesen

segu langfristig sichern! | Digitale Lernformate und Nachhaltigkeit

Viele Lernangebote im Netz leiden darunter, dass sie – mit großem Aufwand erstellt – bereits kurze Zeit nach Projektabschluss entweder technisch veralten oder die Inhalte nicht gepflegt werden: Bald landet jeder zweite Linkklick auf einer „404 Error. Seite nicht gefunden“-Seite. Digitale Lernformate und Internetangebote werden oft nicht nachhaltig geplant. Von 2011 bis Anfang 2017 wurde die Lernplattform segu Geschichte an der Universität zu Köln entwickelt und wird in letzter Zeit immer stärker genutzt….

Ergebnis E-Voting zum TDA 2018

Bis einschließlich Montag, 18. September 2017, hatten die Mitglieder des VdA die Möglichkeit, über das Motto für den 9. TAG DER ARCHIVE 2018 abzustimmen. Mit 78 Stimmen votierte eine breite Mehrheit für den Vorschlag Demokratie und Bürgerrechte. Auf den Vorschlag Europa: Austausch und Bewegung entfielen beim E-Voting 38 Stimmen, auf den Vorschlag Europa: Erinnern und … Ergebnis E-Voting zum TDA 2018 weiterlesen

Heilkundliches Wissen aus Nonnenhand: Spätmittelalterliche medizinische Texte in norddeutschen Frauenklöstern

1000 Worte Forschung: Laufendes Dissertationsprojekt an der Universität Bonn, Deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur. Das wissenschaftliche Interesse der unterschiedlichsten Forschungsdisziplinen an der mittelalterlichen Geschichte und Literatur der Lüneburger Frauenklöster – Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode und Wienhausen – ist…

Zeitschrift "Bayerische Archäologie": Sondengänger führt private ‚Notgrabung‘ durch — Die Bajuwaren waren ‚Warriors‘ — Fragwürdiger Denkmalschutz

Viermal jährlich erscheint im Verlag Friedrich Pustet die Zeitschrift Bayerische Archäologie. Die einzelnen Ausgaben haben unterschiedliche Schwerpunkte, enthalten daneben aber auch Beiträge zu diversen weiteren Themen.

Die Bajuwaren waren ‚Warriors‘

Das aktuellen Heft (3/2017) trägt den Titel Zeitenwende II: Das Ende der Antike – und was kam dann? Dementsprechend handeln mehrere Texte von den im heraufziehenden Frühmittelalter zum ersten Mal ins Rampenlicht der Geschichte tretenden Bajuwaren (auch Baiuvaren, Baiovaren, Baioari, usw. geschrieben). Beispielsweise geht der Germanist Peter Wiesinger jener schon lange umstrittenen Frage nach, woher die Bezeichnung dieses Stammes überhaupt herrührt.  Gut möglich ist -wie erläutert wird – dass die ursprünglich von den keltischen Boiern (Bojern) besiedelte Landschaft Böhmen sowie das germanische Wort warjoz (=Wehrmänner; siehe auch das englische Wort warrior!) namensgebend waren. Bei den ersten Bajuwaren handelte es sich also möglicherweise um germanische Krieger, die aus dem von den keltischen Boiern schon lange verlassenen Böhmen kamen und sich als Söldner in den Dienst Ostroms stellten, das Ende des 5. Jahrhunderts – nach der Auflösung des Weströmischen Reichs – daran interessiert war, die an Böhmen grenzende Provinz Noricum militärisch abzusichern.

Sondengänger führt private ‚Notgrabung‘ durch 

Kurios ist der in einem anderen Beitrag beschriebene Fall von einem anonym abgegebenen, aus 89 Einzelobjekten bestehenden Bronzehort (siehe obiges Bild). Ein Sondengänger grub ihn in einem Wald bei Hemau in der Oberpfalz aus und schickte ihn daraufhin ans Landesamt für Denkmalpflege – inklusive eines Briefs, in dem er nicht nur den Fundort genau beschrieb, sondern auch seine Handlungsweise begründete: Die Objekte hätten sich neben einem stark frequentierten Wanderweg, jedoch auf keinem ausgewiesenen Bodendenkmal, befunden. Es bestand hier angeblich die dringende Gefahr, dass Wanderer den Hort zufällig entdecken und mopsen würden. Der Sondengänger initiierte deshalb eine Art private ‚Notgrabung‘ 😉. Außerdem verwehrte er sich in seinem Schreiben quasi vorsorglich dagegen, als „krimineller Raubgräber“ abgestempelt zu werden. Anonym wolle er bleiben, weil er den Behörden nicht vertraut. Deren genereller Umgang mit Sondengängern führe in eine Sackgasse, die für keine Seite einen Gewinn bringen würde. Seinen Finderanteil an dem Hort möge man einem gemeinnützigen Zweck zuführen, bittet er dann noch.
Das Denkmalamt führte an der beschriebene Stelle eine Nachgrabung durch und entdeckte noch drei weitere bronzezeitliche Metallobjekte. Allerdings ist man von der Eigenmächtigkeit des Sondengängers naturgemäß wenig begeistert. Wichtige Fundzusammenhänge seien durch die undokumentierte Bergung verlorengegangen. Dieses Argument halte ich bei einem Hortfund wie diesem jedoch für etwas überzogen, denn die Lage der Objekte zueinander wird hier – im Gegensatz zu einem Grab – kaum etwas von echter Bedeutung verraten. Trotzdem wäre es wahrscheinlich besser gewesen, der Sondengänger hätte sofort die Behörden verständigt. Nur wenn diese tatsächlich nicht zeitnah ihren Hintern hochbekommen hätten, wäre es moralisch vertretbar gewesen, in Eigenregie tätig zu werden. Und selbst in so einem Ausnahmefall ist es sicher sinnvoll, wenn man die Ausgrabung halbwegs vorsichtig durchführt, alles mit Fotos dokumentiert und nicht versucht, die zutage geförderten Objekte zu säubern, da hierbei die Gefahr besteht, dass z.B. eventuell vorhandene Textilanhaftungen am korrodierten Metall beseitigt werden.
Interessant wäre übrigens aus meiner Sicht noch gewesen, wenn man die für diesen Fall relevante bayerische Gesetzeslage in dem Artikel etwas näher erläutert hätte. Nicht jeder Leser wird diese kennen.
Fragwürdiger Denkmalschutz: Der Abbruch der Eselbastei 
Über den umstrittenen Abbruch der sogenannten Eselbastei in Ingolstadt schreibt Roland Gschlössl, der Herausgeber der Zeitschrift.  Konkret geht es hier darum, dass das erst 2012 unter Denkmalschutz gestellte renaissancezeitliche Mauerwerk in einer Nacht-und-Nebel-Aktion abgerissen wurde. Grund: Es war einem Hotel mit Tiefgarage im Weg. Eine Konservierung wurde nach Rücksprache mit dem Bauherren von einer Mehrheit des Stadtrates als zu kostspielig eingestuft.
Die Gegner des Abrisses argumentieren, dass hier ein sehr wichtiges Stück Stadtgeschichte leichtfertig zerstört wurde. So sei beispielsweise laut Überlieferung von der Eselsbastei aus dem schwedischen König Gustav Adolf bei einem Erkundungsritt das Pferd direkt unter dem Hintern weggeschossen worden, woraufhin dieser von einer Belagerung der stark befestigten Stadt absah. Übrigens, das damals getötete Pferd wurde als Trophäe nach Ingolstadt gebracht und ist dort heute im Stadtmuseum zu sehen; es gilt als ältestes Tierpräparat Europas – siehe das nachfolgende Bild.
Ich kann den Ärger der Kritiker verstehen, bin aber zwiegespalten. Die bisher schon nicht sichtbaren Mauern wären nach ihrer Dokumentation ohnehin wieder zugeschüttet worden, wenn es sich um eine normale archäologische Grabung gehandelt hätte und an der betreffenden Stelle keine Tiefgarage errichtet worden wäre. 
Abschließend noch eine kleine Randbemerkung zum Vorwort in diesem Heft. Darin schreibt der Herausgeber eingangs: „Liebe Leserin, lieber Leser, …“. Sehr brav, dafür gäbe es normalerweise die Note Eins im Fach Geschlechtergerechte Sprache. Doch leider, nur ein paar Zeilen weiter ist bereits unverzeihlicherweise vom „Zeitalter der Baiovaren“ die Rede; gerade so, als ob es damals keine Baiovarinnen gegeben hätte. Aber so ist das eben, diesen sprachlichen Schmarrn hält fast niemand konsequent durch. Daher verzichte zumindest ich komplett darauf 😊

Fazit: Alles in allem wieder ein interessantes Heft, mit thematisch gut durchmischten Beiträgen. Der Kaufpreis beträgt knapp 9 Euro.

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Weitere interessante Themen:

„Ein genuines Produkt des Kalten Krieges“

Interview mit Bernd Stöver über die Geschichte des US-Geheimdienstes CIA

Vor 70 Jahren und ein halbes Jahr nach der Truman-Doktrin trat in den Vereinigten Staaten von Amerika das Gesetz zur Gründung der Central Intelligence Agency, kurz CIA, in Kraft. Ihr Aufrag war klar: Kampf gegen den internationalen Kommunismus, insbesondere gegen die Sowjetunion. Mit dem Untergang der UdSSR 1991 galt die Mission als erfüllt, der Triumph für die CIA war groß. Doch wie lautete der neue Auftrag? Wer war der neue Feind, den es nun ins Visier zu nehmen galt? Welche Bedeutung kommt dabei dem Terroranschlag vom 9. September 2001 zu? Der Historiker Prof. Dr. Bernd Stöver von der Universität Potsdam hat sich der 70-jährigen Geschichte der CIA angenommen und darüber einen kleinen Band verfasst. Wir haben ihm dazu unsere Fragen gestellt.

Spare in der Zeit, so hast Du in der Not

Sparkassen gibt es im Gebiet des heutigen Freistaats Sachsen seit dem Jahr 1819. Sie entstanden aus dem Grundgedanken heraus, dass der arbeitenden, nichtvermögenden Bevölkerung ein Institut zum Vorsorgen nützlich sein konnte. „Hilfe zur Selbsthilfe“ hieß das Motto. Für Lebensziele, das Alter, aber insbesondere auch für Notzeiten konnte gespart werden. Als sehr nützlich erwiesen sich die […]

Die Taten der Treulosen Acht

Es klingt wie ein Western: die Treulosen Acht. Tatsächlich ist es der Spitzname für eine Gruppe amerikanischer Ingenieure und Forscher. Sie gründeten am 19. September 1957 die Halbleiter-Abteilung der Kamerafirma Fairchild; zuvor arbeiteten sie für William Shockley, der den Transistor erfand. Ihre Produkte prägten die Mikroelektronik, und das Unternehmen wurde zur Keimzelle des Silicon Valley….

Brandstiftung in römischer Villa

In der Nacht vom 6. zum 7.9.2017 brannte der Schutzbau der spätantiken römischen Villa von Faragola bei Ascoli Satriano in Mittelitalien ab. Seit 2003 hatte die Universität Foggia in der Villa Asgrabungen durchgeführt und dabei im Badegebäude mehrere Mosaiken freigelegt. Diese wurden konserviert und mit einem hölzernen Schutzbau geschützt, der 2009 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Demnächst sollte als dritter Ausbauschritt ein Informationszenter eingerichtet werden.

Bald nach dem Vorfall wurde in den italienischen Medien über einen Brandanschlag spekuliert. Branbeschleuniger oder Sprengstoff soll im Spiel gewesen sein. Über die Hintergründe der Tat und eine Verwicklung der Mafia wird spekuliert, doch sind bisher offenbar keine Untersuchungsergebnisse publik geworden. Der Parlamentsabegordnete Michele Bordo verspricht einen Restaurierung bzw. Rekonstruktion der Fundstelle.

 

Links

zur Fundstelle

3D-Rekonstruktionen

zum Brand

Literatur

  • Giuliano Volpe, Maria Turchiano, La villa tardoantica e l’abitato altomedievale di Faragola (Ascoli Satriano). Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung, 118, 2012, 455-491.

Madrid, Casa Árabe, 09/2017, Spaniens arabisches Erbe: Bilanz und Zukunft aus einer spanisch-deutschen Perspektive

Runder Tisch, den Casa Árabe gemeinsam mit dem Informationszentrum des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Madrid und dem Instituto de Lenguas y Culturas del Mediterráneo y Oriente Próximo del CSIC organisiert hat, und zwar im Rahmen des Deutsch-spanischen Wissenschaftsdialogs, der am gleichen Tag vormittags im CSIC stattfindet. Ziel der Diskussionsrunde ist es, über die Bedeutung des … „Madrid, Casa Árabe, 09/2017, Spaniens arabisches Erbe: Bilanz und Zukunft aus einer spanisch-deutschen Perspektive“ weiterlesen

CFP: Die Handschriften der Hofschule Kaiser Karls des Grossen (Trier, 10.-13. Oktober 2018)

CFP: Die Handschriften der Hofschule Kaiser Karls des Großen – individuelle Gestalt und europäisches Kulturerbe/The manuscripts of Charlemagne’s Court School – Individual creation and European cultural heritage – Trier 10/18 Organisation: Prof. Dr. Michael Embach (Stadtibliothek Trier); Prof. Dr. Claudine Moulin (Universität…

Coding da Vinci Berlin 2017, seid dabei!

Coding da Vinci, der erste und größte Kulturhackathon Deutschlands, ist 2017 zurück in Berlin! Diesen Herbst steigen wir wieder tief ein in die digitalen Archive und Sammlungen von einigen von Berlins beliebtesten Kulturinstitutionen. 19 Kulturinstitutionen haben für 2017 insgesamt 30 neue Kulturdatensets für das Datenportal (Datenauswahl: Jahr 2017) von Coding da Vinci unter freien Lizenzen […]