Planet History

Neu- und altlinke Rückschau auf protestbewegte Zeiten – der Münchner „Gewerkschaftliche Arbeitskreis der Studenten“ 50 Jahre nach 1968

„Den Kapitalismus in Frage stellen“ – so lautete am 22. März 2018 im DGB-Haus München der Titel einer Retrospektive auf die 68er-Zeit. Im Fokus stand bei der Rückschau auf die lokale Protestbewegungsgeschichte der sechziger Jahre ein heute weitgehend vergessener, damals aber durchaus bedeutsamer mikrokollektiver Akteur, der…

223. Institutsseminar: Romedio Schmitz-Esser, Meinhard II., Rudolf von Habsburg und das lange Leben Konradins in Österreich (27. 4. 2018)

Am Freitag, den 27. April 2018, findet ab 17.15 Uhr im Elise-Richter-Saal am Hauptgebäude der Universität Wien das 223. Institutsseminar des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung statt. Es spricht Romedio Schmitz-Esser, Professor für Allgemeine Geschichte…

Vortrag zu Grauen und Freiheitsversprechen einer unscheinbaren Kulturtechnik, SFU,…

Ich darf zu einem Vortrag im Rahmen des Jour fixe des Instituts für transkulturelle und historische Forschung der Sigmund Freud Privatuniversität einladen:

„net zur Nummer möcht i werdn“. Grauen und Freiheitsversprechen einer unscheinbaren Kulturtechnik
Vortrag von Anton Tantner

Die oft pathetisch vorgetragene Forderung, als Mensch und nicht als Nummer behandelt zu werden, zieht sich durch die kulturellen Äußerungen des 20. Jahrhunderts: Ganz gleich ob es sich um die britische Hardrockformation Iron Maiden – „I am not a number, I am a free Man“ (The Prisoner, 1982) – oder den Austropoper Wolfgang Ambros – „A Mensch möcht i bleibn und net zur Nummer möcht i werdn.“ (1974) – handelt, das Unbehagen an der „verwalteten Welt“ (Adorno) entzündet sich auch daran, anstelle eines aus Buchstaben bestehenden Namens mit einer aus Zahlen bestehenden Nummer angerufen zu werden. Spätestens seit der Verwendung der Nummerierung von Menschen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern des NS-Staates wird diese als Teil des Prozesses einer Entmenschlichung wahrgenommen. Der erste Teil des Vortrags spürt in einem weiten historischen Rahmen den Debatten um die Nummerierung von Menschen nach und bemüht sich darum, jenseits der heute von den meisten intuitiv geteilten nummerierungsskeptischen Position auch jene Positionen darzustellen, die der Verwendung von Nummern für Subjekten positive Seiten abgewinnen konnten und können.

Der zweite Teil des Vortrags stellt erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts vor, das sich dem Untersuchungsgebiet der Kulturtechnik der Nummerierung über einen gänzlich anderen Gegenstand annähert, nämlich der Nummerierung von Gemälden in den Inventaren und Katalogen der kaiserlichen Sammlungen in der Frühen Neuzeit: Es war zunächst keineswegs selbstverständlich, dass bei der Verzeichnung von Gemälden in Listen diese mittels einer Zahl eindeutig identifiziert wurden; als sich diese Praxis dann doch durchsetzte, wurden die Nummern im 18. Jahrhundert zuweilen ohne Rücksicht auf ästhetische Bedenken auf der Vorderseite der Gemälde angebracht. An manchen Gemälden des Kunsthistorischen Museums Wien ist diese Nummer teilweise bis heute sichtbar.

Termin: Dienstag 8. Mai 2018, 18:30 Uhr
Ort: Sigmund Freud PrivatUniversität, Freudplatz 1, 1020 Wien, Raum: 4014

Eintritt frei, externe BesucherInnen herzlich willkommen!

„Ein richtiger Karriereboost“ – Als Postdoc an ein Auslandsinstitut der MWS

Auslandsaufenthalte sind aus wissenschaftlichen Karrieren nicht mehr wegzudenken und ein essentieller Meilenstein auf dem Weg zur Berufung. Die Institute der MWS bieten daher gerade auch Postdocs der Geistes- und Sozialwissenschaften ein breites Spektrum von Fördermöglichkeiten für einen Forschungsaufenthalt im Ausland.

Internationaler Tag der Archive 2018

Am 9. Juni findet wieder der vom ICA ausgerufene Internationale Tag der Archive statt. Das Motto lautet in diesem Jahr „Archives: Governance, Memory and Heritage”. Dies ist gleichzeitig auch das Motto der diesjährigen ICA-Konferenz, welche vom 26. bis 28. November 2018 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet. Der ICA stellt auf seiner Website zahlreiche interessante Informationen und … Internationaler Tag der Archive 2018 weiterlesen

Helmar Frank: von Berlin nach Paderborn und zurück

Neben Heinz Nixdorf prägte eine zweite Persönlichkeit die Paderborner Informatik: Helmar Frank. Der Mathematiker und Bildungsforscher lehrte von 1972 bis 2006 an der Hochschule. Als Professor für kybernetische Pädagogik befasste er sich unter anderem mit Lehrmaschinen und –computern. Helmar Franks Nachlass kam vor einem halben Jahr in die Berliner Humboldt-Universität und wird dort weiter erforscht….

„Sagt man im dritten Reich ein wahres Wort/Kommt gleich die Polizei & holt einen fort“. Ein Bammentaler Schmähdichter vor dem Sondergericht Mannheim

Der Verfasser dieser Zeilen hat sich in letzter Zeit häufiger mit den im Generallandesarchiv Karlsruhe überlieferten Akten des Sondergerichts Mannheim beschäftigt. Eines der projektrelevanten Ziele, die er damit verbindet, ist zu überprüfen, inwieweit die politisch unerwünschten Meinungsäußerungen, die von den Sondergerichten kriminalisiert wurden, sich auf regionale Phänomene der nationalsozialistischen Herrschaft im Allgemeinen und die Tätigkeit

Märchenstunde mit Elsevier

Elsevier wird zum Informations-Analyse-Dienstleister. Gespräch mit Hannfried von Hindenburg https://t.co/JiiI4VRd96via @onlinebit — Sybille Geisenheyner (@RSCSybille) April 20, 2018 Interessant. @hannfried bestätigt, dass genug „Geld im System“ ist (@oa2020ini ), will sich 100% #openaccess in Deutschland (oder anderswo) aber trotzdem zusätzlich … Weiterlesen

Videodrom am Ende?

Der legendären #Videothek #Videodrom in Berlin droht das Ende. Gesa Ufer im Gespräch mit Jörg Buttgereit #Berlin #Filmedition #Filmkultur #Filmgeschichte #Gentrifizierung @dlfkultur https://t.co/Ccwu8FOx24
— Anna Bohn (@filmeditio) April 21, 20…

Erinnerungskultur oder symbolische Politik – Spurensicherung oder Tatortreinigung?

Die Koblenzer Stadtfotografin 2017/18 Isabell Hoffmann hat für ihre Spurensuche zum Thema Nationalsozialismus intensiv im Stadtarchiv geforscht. Im März/April 2018 wurde in der Sparkasse eine Auswahl ihrer Fotos der Öffentlichkeit unter dem Motto „Germania Eck“ präsentiert. Der gleichnamige Katalog zeigt neben den Fotos von Isabell Hoffmann auch eine ganze Reihe historischer Fotos und Pläne aus […]

DV006 Malthus und die Weltbevölkerung

An der Wende zum 19. Jahrhundert stellte der Nationalökonom Thomas Robert Malthus eine bahnbrechende Theorie zur Bevölkerungsentwicklung vor. Der sagte, dass die Weltbevölkerung schneller wächst, als die Nahrungsmittelversorgung ihr folgen kann. Dieses untragbare Bevölkerungswachstum muss sich also früher oder später selbst korrigieren. Durch Krieg, Seuche und Hungersnot. Und all das schien ihn obendrein nicht mal sonderlich zu stören. Heute wissen wir, dass Malthus‘ Bevölkerungsfalle nie eintrat. Wie konnte eine so weit rezipierte Theorie also so grundlegend daneben liegen? Und vor allem: Warum hatte Malthus trotz allem nicht vollkommen unrecht?

Der Beitrag DV006 Malthus und die Weltbevölkerung erschien zuerst auf Ralf Grabuschnig.