Planet History

Fernleihe und Open Access

http://zkbw.blogspot.de/2017/03/open-access-eventuell-eine-alternative.html „By filling 1,557 interlibrary loan requests with Open Access materials Indiana University-Purdue University Indianapolis experienced an estimated cost saving of over $27,000.“ Leider darf man ja als Bibliothek Nutzer nicht über Sci Hub informieren …

Musikhistorische Sammlung Jehle im Stauffenberg-Schloss in Lautlingen

http://zkbw.blogspot.de/2017/03/musikhistorische-sammlung-jehle-im.html Äußerst ungewöhnlich, dass sich Hilger plötzlich als Subjekt zu Wort meldet: „Von meinem Ausflug nach Albstadt-Lautlingen zum Stauffenberg-Schloss am 22.03.2017 habe ich eine „Entdeckung“ mit nach Stuttgart gebracht, die noch weitgehend unbekannt ist“. Aber ich begrüße das. (Fehlt nur, … Weiterlesen

OCLC: Produkttag OCLC WorldShare Management Services – Wiener Neustadt

Die Fachhochschule Wiener Neustadt wird als erste Institution in Österreich ihre Bibliothek mit den cloud-basierten WorldShare Management Services (WMS) von OCLC verwalten. Aus diesem Anlass findet am 19. April 2017 für die Wissenschaftlichen und Spezialbibliotheken Österreichs ein WMS-Produkt-Tag statt. Ort: FH Wiener Neustadt, Johannes-Gutenberg-Str. 3, 2700 Wiener Neustadt … Weiterlesen

Ausstellung „Fokus: Erde. Von der Vermessung unserer Welt“

Archiv für Geographie stellt Originaldokumente zur Verfügung Erich von Drygalski bei Vermessungen in der Antarktis, 1902 © Archiv für Geographie Am 23. März wurde in Potsdam im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte die Ausstellung „Fokus: Erde. Von der Vermessung unserer Welt“ eröffnet. Die vom Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum gemeinsam mit dem Museum entwickelte Schau zeichnet erstmals die Geschichte der traditionsreichen Geowissenschaften in Potsdam nach. Für den Ausstellungsteil „Polarexpeditionen“ hat das Archiv für Geographie Originaldokumente der ersten deutschen Südpolarexpedition 1901 bis 1903 unter der Leitung Erich … Ausstellung „Fokus: Erde. Von der Vermessung unserer Welt“ weiterlesen

durchsichten: Beiträge zur ‘Transnationalen Geschichte’ in den Zeithistorische Forschungen

http://www.durchsichten-online.de/link/b745d Die Zeithistorischen Forschungen / Studies in Contemporary History decken ein breites Spektrum der Transnationalen Geschichte und verwandter methodischer Ansätze ab. Von den Verflechtungen Deutschlands mit außerueropäischen Regionen am Beispiel Südafrikas, über grenzdurchschreitende wirtschaftsgeschichtliche Aspekte, bis hin zu transnationalen Organisationen wie dem Völkerbund decken die Zeithistorischen Forschungen verschiedene Aspekte ab.

Feministische Archäologie: In Östrogen gegossenes Wunschdenken

Triggerwarnung für Feministen und ‚innen‘: Dieser Blogbeitrag enthält Naturwissenschaft, Logik, Fakten und eventuell Spuren von Testosteron.

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„Feministische Archäologie“ – was ist das? Selbst Personen, die im Geschichtsbetrieb beruflich tätig sind, können sich oft darunter nur wenig vorstellen. Eine kurze formelle Erklärung findet man hier. Freilich, aus diesem hochtrabenden Geschwurbel dürfte erst recht nicht jeder schlau werden. Versuchen wir es daher folgendermaßen: Die feministische Archäologie beklagt den Umstand, dass beispielsweise archäologische Funde häufig auf Grundlage traditioneller Rollenbilder interpretiert werden. Z.B.: Das Nudelholz muss einst einer Frau gehört haben, das Schwert einem Mann. In Wirklichkeit könnte es auch umgekehrt gewesen sein, wendet man ein. Was hätte denn etwa Frauen in der Vorzeit daran gehindert, sich als Kriegerinnen zu betätigen? Tja, eigentlich nicht sehr viel. Außer vielleicht der klitzekleine Umstand, dass Frauen typischerweise im Oberkörper um rund 45 % weniger Kraft als ein durchschnittlicher Mann verfügen. Auch sind weibliches Herz sowie Lungen kleiner und das Blut enthält weniger Hämoglobin, wodurch selbstredend weniger Sauerstoff im Körper transportiert werden kann. In einem kräftezehrenden Kampf hat man auf Grundlage dieser Voraussetzungen als Frau eher schlechte Überlebenschancen. Will heißen, eine Streitmacht, für die der Nahkampf die übliche Form der Auseinandersetzung mit dem Feind ist, schwächt sich zwangsläufig durch das Eingliedern von Frauen. Diese Tatsache versteht und akzeptiert jeder, nur nicht der Feminismus, der mit Biologie und Logik bekanntermaßen nicht sehr eng befreundet ist 😛  

Die von Mann und Frau übernommenen Rollen waren dereinst den biologischen Unterschieden geschuldet. Die jeweiligen Vorteile der beiden Geschlechter wurden optimal ausgenutzt. Natürlich gibt es bezüglich der traditionellen Geschlechterrollen auch Ausnahmen. Sowohl individuelle wie auch kulturell bedingte – oder einfach den Zeitumständen geschuldete; der etablierten Forschung ist das, ganz ohne Zutun der feministischer Archäologie, längst bewusst! Man weiß aber auch, das sich aus Einzelfällen keine allgemeine Regelhaftigkeit ableiten lässt.  
Ein hübsches Beispiel für das feministische Zurechtbiegen der Realität stellt ein von mir kürzlich entdeckter Blogbeitrag dar (Teil 1, Teil 2). Die Verfasserin, die sich selbst als Feministin bezeichnet (und wirklich alles an ihr bestätigt diese Eigendefinition), erklärt zwar vorab, dass ihr Text aus dem Jahr 2013 kein Fachartikel ist, doch betont sie auch, gelernte Historikerin zu sein und sich mit Archäologie auszukennen. Wenn sie also schon dergestalt auftrumpft, dann sollte man doch annehmen dürfen, dass auch einschlägige Blogpostings von ihr gewisse Qualitätskriterien erfüllen.
Anlass für das Lamento der guten Frau war ein für sie höchst unbefriedigender Besuch des MAMUZ in Asparn an der Zaya. Die Beschreibungen einiger der im Museum ausgestellten Objekte gingen nicht mit ihren Vorstellungen von archäologischer Forschung und Geschlechtergerechtigkeit konform. Sehen wir uns daher ein paar der von ihr geäußerten Kritikpunkte näher an. Vieles davon ist ja durchaus repräsentativ für die Ansichten innerhalb der Feministischen Archäologie. (Anmerkung: Die Zitat-Kästchen wurden von mir absichtlich in Mädchen-Rosa eingefärbt – zur Erbauung aller Feministinnen und Gläubigen der Gender Studies. 😄)

Webgewichte, Spinnwirtel und Garn – das Handwerkzeug der jungsteinzeitlichen Frau” steht da auf der Tafel. Aha. Soso. Klar: Es hat wahrscheinlich in der ganzen Jungsteinzeit kein einziges männliches Wesen gegeben, das jemals auch nur in die Nähe der Produktion von Textilien gekommen ist […].
Die gab es vielleicht. In Abschnitten des Mittelalters sowie der Neuzeit wurde das professionelle Weberhandwerk sogar hauptsächlich von Männern ausgeübt. Doch ist das an dieser Stelle nicht von Bedeutung, da es vielmehr um die Frage gehen muss, ob die Befundlage des inkriminierten Objekts den Schluss nahe legt, dass es im Neolithikum einer Frau gehörte. Eventuell war es eine Grabbeigabe. Die Kritikerin scheint aber bezüglich des Fundkontextes nicht im Bilde zu sein. Sie meckert lieber einfach drauf los. Für eine gelernte ‚Historikerin‘ ein fragwürdiges Verhalten, Emanzen andererseits gebärden sich häufig dermaßen ‚übereifrig‘.
Außerdem lässt sich, wenn beispielsweise Webgewichte hauptsächlich Frauen als Grabbeigaben zugeordnet werden können, daraus der logische Schluss ziehen, dass die Weberei in einer bestimmten Zeitperiode/Kultur primär eine weibliche Domäne war. Eine sprachliche Verallgemeinerung kann in diesem Fall durchaus in Ordnung sein. Schließlich sollten die beschreibenden Texte in Museen aus didaktischen Gründen kurz und knackig gehalten werden; nicht jede Mutmaßung und eventuelle Abweichung von einer Norm kann hierbei Berücksichtigung finden.
Die Kritikerin macht es sich in weiterer Folge recht einfach, indem sie sämtliche archäologischen Erkenntnisse mit folgender Begründung relativiert:

Trotz einer Anzahl von Archäologinnen*, die in den Anfangstagen der Archäologie Grabungen durchführten und Frauen*, die bei Grabungen ihrer Archäologenväter*, -brüder*, -partner* auf verschiedene Arten mitarbeiteten, trotz aller feministischer Archäologie und Historiographie seit dem 19./20. Jahrhundert ist auch die Archäologie und Geschichtsschreibung nicht vor dem Patriarchat gefeit. 
Quasi zum Ausgleich muss sich die moderne Wissenschaft des 21. Jahrhunderts mit Absonderlichkeiten wie der Feministischen Archäologie herumschlagen, die aufgrund ihres ideologischen Unterbaus dazu neigt, ein historisches Phänomen nicht mehr nur um des Verständnisses seiner selbst willen zu betrachten. Vielmehr spielen Aktualitätsbezüge eine wichtige Rolle, um für ein in der Gegenwart beheimatetes Anliegen, Belege in der Vergangenheit zu finden. Dazu gleich mehr.
[…] Ergo wurden und werden Grabungsfunde aus der Sicht des Patriarchats gedeutet, was z.B. dazu führt(e), dass Skelette mit Waffen – speziell Schwertern – als Grabbeigaben ohne weitere Untersuchung als Männer deklariert wurden, auch wenn ein Skelett möglicherweise das einer Frau* war. Gräber mit “Frauenschmuck” wurden dagegen als Frauengräber interpretiert.
Deshalb gibt es auch die Möglichkeit, das Geschlecht eines skelettierten Toten mittels morphologischer Untersuchung oder DNA-Analyse zu bestimmen. Unter Zuhilfenahme genau dieser Methoden wurde vor wenigen Jahren von einer Archäologin der Versuch unternommen, bajuwarisch-merowingerzeitliche Bestattungen einer „Geschlechtsumwandlung“ zu unterziehen. Nicht Männer wären da einst mit Schwertern verbuddelt worden, sondern Frauen. Sogar eine reichlich beliebig interpretierbare Stelle in der frühmittelalterlichen Lex Baiuvariorum wurde als Indiz für die These bemüht.
Doch leider, man hatte sich zu früh gefreut. Das abschließende Fazit der Archäologin musste nämlich lauten: „Die DNA-Analysen an bajuwarischem Skelettmaterial haben eindeutige Ergebnisse geliefert. Im Hinblick auf die Frage nach Waffenbeigaben in Frauengräbern, die auf eine Existenz von „Kriegerinnen“ im Frühmittel-alter schließen ließen, muss die Antwort negativ ausfallen.“
Dazu kommt, dass es aus der Steinzeit, egal ob alt oder jung, keine schriftlichen Quellen gibt und die archäologische Fundlage bruchstückhaft, undurchsichtig und eben sehr anfällig für und abhängig von Interpretationen ist. Vieles wissen die heutigen Forscher*innen einfach nicht und werden es vielleicht nie erfahren. 
Ja, aber deshalb fallen nicht sämtliche Erkenntnisse einer beliebigen Interpretation durch Pseudowissenschaftler und Ideologen anheim. Der Methodenapparat der Geschichtswissenschaften (inkl. der Archäologie) ist nämlich nicht auf dem Stand des 19. Jahrhunderts stehengeblieben! Längst leisten auch die Naturwissenschaften einen erheblichen Beitrag zur Forschungsarbeit (siehe das obige Beispiel mit der DNA-Analyse). Das Ausmaß der Ironie ist kaum steigerbar, wenn nun ausgerechnet aus der Gender- und Feministinnen-Ecke die angeblich zu unscharfen Methoden der modernen Geschichtsforschung kritisiert werden. Schließlich haben gerade Feministen und Konsorten mit empirischer Beweisführung so gut wie nichts am Hut (siehe auch den Anhang an diesem Blog-Beitrag zum Thema ‚Gender Pay Gap‘).

Dabei wurde lange Zeit angenommen, dass Forscher objektiv seien, Frauen das nicht wären und daher für die Forschung nicht geeignet seien und mehr als zwei Geschlechter gab es in der Forschung offiziell nicht. 
Mehr als zwei Geschlechter gibt es in der Realität beim Menschen auch nicht (echte Intersexualität, Stichwort ‚Zwitter‘, ist ein relativ seltener Sonderfall). Der Spielverderber Biologie grätscht hier also wieder einmal böse dazwischen. Doch davon lassen sich Ideologen – sowohl weibliche wie auch männliche – naturgemäß nicht beirren. Das Geschlecht, von dem es angeblich dutzende (!) Varianten geben soll, werde primär vom Oberstübchen vorgegeben – nicht etwa von der Anatomie. Wohin diese Art von postfaktischer Phantasterei führen kann, sieht man an diesem Beispiel, bei dem es sich um keinen verfrühten Aprilscherz handelt.
Heute kommen einige Menschen in der Forschung im Allgemeinen und auch in der Geschichtsforschung immer mehr darauf, dass Menschen nicht objektiv sein können und unsere persönlichen Prägungen, Ansichten, Stereotype, Gefühle etc. immer in unsere Forschungen – und alles andere auch – einfließen lassen, ob bewusst oder unbewusst. Wie objektiv ist also ein*e nicht für Feminismen sensibilisierte*r Forscher*in?
Gegenfrage: Wie objektiv bzw. ernst zu nehmen ist jemand, der behauptet, es gäbe viel mehr als nur zwei Geschlechter? So jemand hat sich doch schon längst aus der empirischen Wissenschaft ausgeklinkt und sich stattdessen einem Kult verschrieben. Verglichen damit ist selbst Erich von Dänikens Prä-Astronautik-Theorie nobelpreisverdächtig.
Wer glaubt, mit all dem hier bisher behandelten Unsinn sei der Gipfel des Wahnsinns erklommen, muss sich umgehend eines Besseren belehren lassen. Im zweiten Teil der Kritik schreibt die Frau über ihren traumatischen Museumsbesuch nämlich folgendes:
Wir kamen zur Statuette der “Venus von Falkenstein” aus der jungsteinzeitlichen Lengyel-Kultur, die “unserem Schönheitsideal mehr entspricht” (Aussage des Führers*) als die Venus von Villendorf (die hat dafür einen eigenen Wikipedia-Eintrag).
Warum müssen die immer alle “Venus” heißen, selbst heute noch, wo längst andere Begriffe gefunden werden könnten? 
Warum man solche Statuetten bzw. Idole „Venus“ nennt? Ja wie denn sonst? Jazz GittiStefanie Werger? Freilich, bezüglich der Optik wären das wohl eine passendere Bezeichnungen für diese steinzeitlichen Wuchtbrummen 😃. Doch sollte gerade die feministische Kritikerin froh über den Euphemismus „Venus“ sein, ist er doch scheinbar ganz in ihrem Interesse – wie folgende Aussage nahelegt.
Und warum müssen steinzeitliche Frauen*statuetten um der “modernen Vermittlung” willen fatshaming ausgesetzt sein? (Und warum gibt es zu fatshaming noch keinen eigenen Wikipedia-Eintrag?)
Tja, selbst selbst den Wikipedia-Hanseln – und das will etwas heißen – ist dieser Begriff aus Übersee wohl zu dümmlich und trivial, um dafür extra einen eigenen Eintrag zu basteln. 
Danach wurde ich dann gerügt, dass ich nicht mehr fotografieren sollte – ich habe mich nicht daran gehalten. Ich habe aber auch nicht weiter dokumentiert oder aufgepasst. Ich habe nur noch einen bösen Kommentar im Gästebuch hinterlassen (Monierung der nicht geschlechtergerechten Sprache und “Geschichtsbild wie aus den 1950er-Jahren”) und habe mich nach draußen verzogen.
HeldIn! Für diese feministische Zivilcourage wird der Dame hoffentlich der Pussy Hat mit Eichenlaub und Schwertern verliehen.  😊
Übrigens: Die feministischen Archäologen und ‚innen‘ haben selbstverständlich auch ein Netzwerk gebildet, das den Namen FemArc trägt. Die Allwissende Müllhalde weiß darüber folgendes zu berichten:

Das Netzwerk verfolgt zwei Ziele: zum einen das Etablieren von Geschlechterthemen und feministischen Ansätzen in den verschiedenen archäologischen Disziplinen; zum anderen die Unterstützung von Frauen bei ihren archäologischen Karrieren.

Neben dem Verbreiten ihrer ideologischen Vorstellungen geht es den weiblichen Mitgliedern von FemArc also darum, sich gegenseitig Posten zuzuschanzen – so zumindest mein Eindruck. Die meisten feministischen Aktivistinnen sind nämlich – nachdem im Westen die Frau längst dem Mann rechtlich sowie sozial gleichgestellt ist – dazu übergegangen, über Quoten bei Professuren, in der Politik, dem Management und bei Studienplätzen Vorteile für sich herauszuschinden. Nicht mehr die persönliche Leistung zählt, sondern das, was man zwischen den Beinen hat bzw. eben nicht hat. Somit ist der Feminismus in der Tat zu einer einer reinen Rosinenpickerei verkommen. Sehr gut abzulesen auch an dem Umstand, dass von Feministinnen nie folgendes gefordert wird: Eine Frauenquoten für Berufe am Bau; eine Gleichstellung beim gesetzlichen Pensionsantrittsalter; die Wehrpflicht für Frauen. 

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Zusatzinformationen:

  • Eigentlich haben die nachfolgenden beiden Links bezüglich ‚Gender Pay Gap‘ nicht direkt etwas mit dem Thema dieses Blogbeitrags zu tun. Ich weise trotzdem darauf hin, weil hier sehr gut veranschaulicht wird, dass heutige Feministinnen (in Komplizenschaft mit vielen Journalisten) selbst bei einem ihrer zentralen Themen die Öffentlichkeit nach Strich und Faden behumpsen:  Youtube-Video | Telepolis-Artikel

Weitere interessante Themen auf diesem Blog:

TV-Vorschau 25. – 31. März 2017

Europäische Einigung, eine Kulturgeschichte des Goldes und er Kalte Krieg stehen in der kommenden Woche im Mittelpunkt der Geschichtssendungen des deutschen Fernsehens. Samstag, 25. März Auf N-TV geht es um 20.15 Uhr um Chaplins Hitler-Satire „Der große Diktator“: „Der Tramp und der Diktator“. — Um 21.05 Uhr steht „Heinz Rühmann …

200 Jahre Freimaurerloge Friedrich zur Vaterlandsliebe

      Quellen und Literatur zur Freimaurerei in Koblenz (französische Loge l’Union désiree und preußische Loge Friedrich zur Vaterlandsliebe): Verzeichniss der Mitglieder der unter dem Schutze der grossen Mutterloge zu den drey Weltkugeln in Berlin arbeitenden St. Johannis-Loge, Friedrich zur Vaterlandsliebe, im O. zu Coblenz. Coblenz: Heriot, 1818. Trauer-Loge zum Gedächtniß für des hochseligen […]

Section 4: Management

Conference „Working on Things. On the Social, Political, and Economic History of Collected Objects“ (Berlin 2016)

Stefanie Klamm and Petra Wodtke argue that Photographs are not only two-dimensional images but three-dimensional material objects in their own right. In their project they consider photographs as historically shaped objects acting as carriers of knowledge sedimented in political, social and cultural contexts. From this viewpoint, they analyze photographs and photo archives as research tools in archaeology, art history and ethnology.
 
Furthermore, Rebecca Kahn and Sebastion Felten consider the classification work needed to bring objects into a collection such as cataloguing, labeling and storing; and the ongoing labours of recataloguing, relabeling and restoring required to keep them in the collection. Focussing on one well-documented case, they show that ‘good’ recordkeeping has been an important theme in the 250year long history of the British Museum in London, as there was a continual concern that objects might have been misplaced, mislabeled or inadequately described.

29. Kolloquium des Konstanzer Arbeitskreises

Zum mittlerweile 29. Mal findet am 28. April 2017 in Zürich das mediävistische Kolloquium des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte statt. Seit 2002 wird dieses Kolloquium einmal pro Semester abwechselnd in Konstanz, Bern, Freiburg im Breisgau und Zürich von den Arbeitskreismitgliedern Gabriela Signori (Konstanz), Christian Hesse, Rainer C. Schwinges (Bern), Jürgen Dendorfer, Birgit Studt, Thomas Zotz (Freiburg i. Br.) und Claudia Zey (Zürich) ausgerichtet. Das Kolloquium bietet Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern Gelegenheit, ihre Forschungen zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Das ausführliche Programm finden … 29. Kolloquium des Konstanzer Arbeitskreises weiterlesen

1848: Vorparlament in der Paulskirche

Märzrereignisse in Frankfurt

Ehe sich dieses Problem klären ließ, gab es auf der politischen Bühne einen Paukenschlag nach dem anderen, beginnend mit dem Aufstand in Palermo gegen den bourbonischen König, gefolgt von den Sturmglocken in Paris, Metternichs Flucht aus Wien und dem Barrikadenkampf in Berlin am 18. März 1848. Es wurde ein wahrer Völkerfrühling, der von den Menschen in allen Ländern des Deutschen Bundes euphorisch gefeiert wurde. Auf Straßen und Plätzen redete man von Freiheit und den Rechten des Volkes.

Malwida konnte sich über die positiven Veränderungen jedoch nur zusammen mit Theodor freuen. Von ihm bekam sie aus Leipzig einen begeisterten Brief. In der Familie dagegen konnte sie mit niemandem die Freude teilen, mit niemandem darüber reden. Mutter und Geschwister waren entsetzt über die Entwicklungen und hofften auf ein baldiges Ende.

Doch war es erst der Beginn. Nach den revolutionären Aktionen kehrte schon bald Ruhe ein und die Besonnenheit einiger tüchtiger Männer siegte. Zur Eröffnung des Vorparlamentes in der Paulskirche am 31. März 1848 waren in Frankfurt alle Straßen und Plätze mit Fahnen und Bändern in Schwarzrotgold geschmückt. Man hatte den Eindruck, dass die gesamte Frankfurter Bevölkerung auf der Straße war. Zusammen mit einer Freundin war auch Malwida dabei, als fast 600 Vertreter aus allen deutschen Ländern vom Kaisersaal auf dem Römerplatz zur Paulskirche zogen, um die Wahlen des ersten deutschen Parlamentes vorzubereiten. An vier aufeinanderfolgenden Tagen traten die Delegierten zusammen. Auf den Straßen erlebte man herausragende Volksmänner, die auf Holztribünen zu den Menschen sprachen. Besonders beeindruckt war Malwida von Friedrich Hecker aus Baden und Robert Blum aus Leipzig. Gern würde sie auch den Reden und Aussprachen in der Paulskirche zuhören, aber der Zugang zur Galerie war nur Männern gestattet. An einem Tage bekam sie unerwartet eine Gelegenheit durch die Hilfe eines Bekannten ihrer Freundin, der mithalf, die Abläufe zu organisieren. Der verschaffte ihnen Zugang zu einem nicht öffentlichen Bereich. Es war ein mit schwarzrotgoldenen Tüchern verhängter Raum. Hinter diesem Vorhang versteckt, hielten sich einige Ehefrauen der Teilnehmer auf, ohne gesehen zu werden. Malwida war zutiefst beeindruckt von dem, was da unten in der kreisförmigen Kirchenhalle ablief. Das Land bewegte sich und versprach dank des Bemühens tüchtiger Männer ein lebendiges Staatswesen zu werden. Das mitzuerleben, war schon großartig und am 18. Mai 1848 sollte es erst richtig losgehen, wenn die offizielle Wahl der Deputierten abgeschlossen war und sich die gewählten Vertreter der einzelnen Länder des deutschen Bundes zur Eröffnung der Nationalversammlung in der Paulskirche einfinden würden. 



aus: Malwida und der Demokrag

mehr zu Vormärz und Revolution: Theodor Althaus. Revolutionär in Deutschland

Bildquelle: 
Der Einzug des Vorparlaments in die Paulskirche am 21. März 1848, Frankfurt am Main
gemeinfrei bei Wikipedia

Ein Weltmarkt für fünf Computer

Heute geht die CeBIT zu Ende. Keine andere Messe blickt so weit voraus wie die Hochtechnologie-Schau in Hannover. Aber die besten Experten können sich irren. Im Lauf der Zeit sammelten sich viele falsche Voraussagen über die Zukunft des Computers an. Manche sind ganz amüsant und werden oft zitiert. Was ist dran an den angeblichen Fehlprognosen?…