Planet History

Fachtagung „Presse als historische Quelle“

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) läder zu der Fachtagung „Presse als historische Quelle“am 13. September nach Bonn ein.  Anlass ist ein Projekt der der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn zur Digitalisierung rheinischer Presseerzeugnisse des 18. bis 20. Jahrhunderts.  Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf der Website des LVR.

Archivalia in ZRG GA zitiert

Ulrich-Dieter Oppitz: Ergänzungen zu „Deutsche Rechtsbücher des Mittelalters und ihre Handschriften“. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte 133 (2016), S. 484-487, hier S. 484 Nr. 956a nennt dankend meinen Hinweis auf https://archivalia.hypotheses.org/1380 Allein drei neue Textzeugen werden überwiegend Annelen Ottermann … Weiterlesen

Gesucht: Initiativen und Projekte für den BKM-Preis Kulturelle Bildung 2017

Via VdA: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) verleiht seit 2009 den hoch angesehenen BKM-Preis für Kulturelle Bildung. Mit ihm soll das Engagement öffentlicher und privater Institutionen sowie bürgerschaftlicher Initiativen bei der kreativen Vermittlung von Kunst und Kultur honoriert werden. Die drei Preisträger erhalten jeweils 20.000 Euro. Nominierte erhalten eine Anerkennungsprämie von je 5.000 Euro. Vorschläge für den BKM-Preis dürfen nur von 50 ausgewählten Institutionen eingereicht werden. Der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare gehört zu diesem engen Kreis, so … Gesucht: Initiativen und Projekte für den BKM-Preis Kulturelle Bildung 2017 weiterlesen

Call for papers: »Je ne voudrais point un négociateur de métier…« Die Identität des Diplomaten: Beruf oder »nobler Zeitvertreib«? (Spätmittelalter–19. Jh.) [DHI Paris]

Bewerbungsschluss: 16. Oktober 2016 Internationale Tagung, Paris, 14.–17. Juni 2017 Organisation: Rainer BABEL (Deutsches Historisches Institut Paris) Lucien BÉLY (Universität Paris-Sorbonne) Sophie CŒURÉ (Universität Paris-Diderot) Indravati FÉLICITÉ (Universität Paris-Diderot et Paris-Sorbonne) Martin KINTZINGER (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) Marie-Louise PELUS-KAPLAN (Universität Paris-Diderot) … Weiterlesen

Archivalien als Beute

Das Erzstift Magdeburg war lange Zeit ein Zankapfel zwischen verschiedenen Dynastien gewesen. Besonders intensiv war der Streit im Dreißigjährigen Krieg, der dann durchaus überraschend zugunsten der Brandenburger ausging (vgl. Wem gehört Magdeburg?). Die Regelung im Westfälischen Friedenswerk bestätigte zwar die … Weiterlesen

Eine Zäsur in der Kulturgeschichte des Rauchens

Interview mit Melanie Aufenvenne über Tabakkonsum im Zeichen kulturellen Wandels

Das Rauchen von Zigaretten findet heute nicht mehr in geschlossenen Räumen statt, es sei denn, man befindet sich in einem gesondert ausgeschilderten Raucherraum. Der Gang ans weit geöffnete Fenster, auf den Balkon oder vor die Tür, um eine Zigarette zu rauchen, ist inzwischen gut eingeübte Praxis. Die Raucher scheinen sich daran nicht zu stören und haben die neuen Regeln offenbar leicht akzeptiert. Das verwundert umso mehr, als dass vor nicht einmal einer Generation nahezu überall geraucht wurde, ohne großes Aufsehen zu erregen. Wie ist dieser schnelle kulturelle Wandel im Umgang mit einer lange eingeübten menschlichen Gewohnheit zu verstehen? Die Historikerin Melanie Aufenvenne hat eine Kulturgeschichte des Rauchens geschrieben. Wir haben ihr dazu unsere Fragen gestellt.

Silke van Dyk: Soziologie des Alters (2015) – Eine Rezension von Jana Zscharn

Die Autorin Silke van Dyk studierte Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen und der Universität Helsinki, schloss mit dem Examen zur Diplom-Sozialwirtin ab und wurde 2005 in Göttingen promoviert. Danach war sie als wissenschaftliche Angestellte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig, zuletzt als Akademische Rätin. In Jena habilitierte sie…

Deutsche Politik nach dem Attentat von Sarajevo (Deutsches Bundesarchiv)

Festnahme und Abführung des Attentäters Gavrilo Princip am 28. Juni 1914 | BArch, Bild 183-R04173 «Die Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie am 28. Juni 1914 war der Anlass der „Juli-Krise“. Sie mündete in der Kriegserklärung des Deutschen Reichs an Russland am 1. August 1914. In den Aufzeichnungen des Korvettenkapitäns Johann-Bernhard Mann … Deutsche Politik nach dem Attentat von Sarajevo (Deutsches Bundesarchiv) weiterlesen

Ich mag nicht mehr

Das Blog geht in eine ungeplante und lange Sommerpause. Ich mag zurzeit einfach nicht über triviale Geschichtsthemen bloggen, während Europa von merkbefreiten Ideologen und politisch klar zuordenbaren Meinungströten mit Vollgas an die Wand gefahren wird. 
Wahrscheinlich im September geht es hier wieder weiter, bis dahin wünsche ich allen Lesern einen schönen Sommer – sofern das in der jetzigen Situation möglich ist.
PS: Kommentare werden auch weiterhin freigeschalten, aber nur mit längerer Verzögerung.

Spezialsuchmaschinen

http://www.pc-magazin.de/ratgeber/suchmaschinen-google-alternative-meta-pdf-filme-musik-downloads-3196508.html Teilweise hätte ich die Hinweise anders formuliert, etwa bei BASE hervorgehoben, dass fast nur Metadaten durchsucht werden (anders als bei Google Scholar). Unbrauchbar sind die Hinweise zu Metasuchmaschinen. Und welchen Nutzen eine PDF-Suchmaschine hat, die zu der Zeichenfolge graf … Weiterlesen

Alfried Krupp-Sommerkurs für Handschriftenkultur an der Universitätsbibliothek Leipzig (13.-19.9.2015)

Von Alexandra Patricia Wolf und Eva Locher Einführung Der vergangene Alfried Krupp-Sommerkurs für Handschriftenkultur wurde unter dem Titel „Einführung in die Handschriftenkultur des Mittelalters“ vom 13. bis 19. September 2015 vom Handschriftenzentrum der Universitätsbibliothek Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Mediävistenverband…

Körperspuren. Perspektiven für einen Austausch zwischen Forensik und Mediävistik

Workshop „Genetic History“ | Vortrag von Markus Späth

Siegelkunde gehört zu den wichtigsten Hilfswissenschaften der Mediävistik. Zentral ist dabei die Untersuchung der physischen Beschaffenheit der Siegel, aus der sich Entstehungszeit, lokale Bezüge und die Urheberschaft ableiten lassen. Der Kunsthistoriker Dr. Markus Späth von der Universität Gießen beschäftigt sich intensiv mit Fragen der Sphragistik. Dabei greift er auf eine neue Methode zur Bestimmung mittelalterlicher Siegel zurück, in der Fingerabdrücke und forensische Kenntnisse eine entscheidende Rolle spielen.

Fundstücke KW 28-29

Die Welt berichtet von archäologischen Entdeckungen in Norwegen, die auf ein bedeutendes Handelszentrum der Wikingerzeit schließen lassen. Zwei Archäologen beschreiben auf derstandard.at die neu begonnenen Ausgrabungen bei Podersdorf im Burgenland, wo bereits 1974 Gräber der Awaren entdeckt worden waren. Der … Weiterlesen

Drei Herren am Strand

Arno Görgen*, Rudolf Inderst** und Eugen Pfister diskutieren darüber, was sie sich von Spielen wünschen.   Es ist Hochsommer in der Aquitaine. Die Sonne strahlt – von keiner Wolke gehemmt – auf die Grand Plage der Küstenstadt Biarritz. Im Sand vor dem Casino sitzen zwei gutaussende junge Herren in ihren gewiss sehr modischen gestreiften Badeanzügen auf Liegestühlen unter einem Baldachin. Ein Kellner vom nahen Hotel bringt gekühlte Getränke. AG: Zigarre? [pustet träge eine Ameise weg, die gerade über seine nackten Füße krabbelt]. RI: [blickt … Drei Herren am Strand weiterlesen

CFP: V Congreso Internacional de Historia de la Arqueologia / IV Jornadas de Historiografia de la Arqueologia SEHA-MAN: Arqueología de los museos. 150 años del Museo Arqueológico Nacional

Aus dem Ankündigungstext der Veranstalter: “Como continuación de los cuatro Congresos de Historiografía de la Arqueología celebrados desde 1989, y dentro del marco de colaboración iniciado en 2007 entre la Sociedad Española de Historia de la Arqueología y el Museo Arqueológico Nacional, … Weiterlesen

Der Computer aus der Antike

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts barg ein Schwammtaucher im Mittelmeer ein 2.000 Jahre altes feinmechanisches Objekt. Die „Maschine von Antikythera“ enthielt ein ausgeklügeltes Getriebe und zeigte die Positionen von Sonne, Mond und der Planeten im Tierkreis. Die beiden Seiten des Geräts trugen Skalen für Kalender, Sonnen- und Mondfinsternisse. Neue Analysetechniken entlockten dem Fund viele Geheimnisse….

Citizen Science für alle

Eine Handreichung für Citizen-Science-Projekte wurde im Rahmen des GEWISS-Projektes erarbeitet. Sie soll Machern, Initiatoren, Beteiligten und Interessierten praktische Tipps für die Planung und Umsetzung von Citizen Science-Projekten liefern.
In einem ersten Teil werden Fragen behandelt wie: 
Welche Punkte muss ich bei der Projektplanung beachten? Wie kann ich Fördermittel einwerben? Welche Form der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt mein Anliegen und motiviert Mitforscher? Im ersten Teil helfen viele praktische Tipps bei der Entwicklung des Projekts. Eine grafische Darstellung der Projektmeilensteine und eine Checkliste runden die Darstellung ab. 
Im zweiten Teil wird ein Überblick über die aktuelle Praxis von Citizen Science in Deutschland geboten, wobei die Umsetzung von Citizen Science in bestimmten Bereichen wie Naturschutz, Geisteswissenschaften oder im digitalen Raum beschrieben und reflektiert wird.

Die Archäologie kommt nur punktuell vor. So wird dezidiert darauf hingewiesen, dass sich etwa die DGUF auch gezielt an interessierte Bürger wendet (S. 40). Etwas fragwürdig ist, dass das Portable Antiquities Scheme positiv als langfristig angelegter Ansatz, vorgestellt wird. Es heißt: „Die Ergebnisse zeigen, dass sich nicht nur eine große Zahl an Menschen daran beteiligt und damit das kulturelle Erbe in Großbritannien erschließt, sondern dass vor allem eine Sensibilisierung für dessen Wert und die Arbeit von Archäologen und Historikern der größte Mehrwert des Projektes ist. (S. 45)“ Gerade hierin liegt aber die große Schwäche von PAS, dass nämlich diese Sensibilisierung eben nicht in ausreichendem Maße erfolgt und viele der vermeintlichen Erfolge von PAS tatsächlich eher zum Schaden der Wissenschaft sind, indem Befundkontexte zerstört und das Vertrauen in Fundortangaben  untergraben werden. Derzeit gibt es einen großen Aufschrei gegen die Deklarierung von PAS als Citizen Science:

Insgesamt vierzehn verschiedene Projekte werden über die Broschüre verteilt in Kästchen-Stories exemplarisch beschrieben. Für die Archäologie steht hier ein experimentalarchäologisches Projekt zur Rekonstruktion römischer und mittelalterlicher Töpferöfen, das am LEA in Mayen durchgeführt wird (S. 10). Von Anbeginn waren hier archäologische Laien integriert, die jedoch Erfahrungen aus dem Keramikhandwerk einbringen können.

Die 60-seitige Broschüre steht unger einer CC BY SA-Lizenz als PDF zum freien Download bereit: